Schulassistenz – Ein Leitfaden zur Beantragung für Eltern und Schulen
Das Elternzentrum Berlin hat zusammen mit anderen Elternvereinen einen Leitfaden für Eltern zusammengestellt, die Schulhelfer und Assistenz in der Schule beantragen wollen. Die Handreichung enthält Informationen zum speziellen Weg in der Hautstadt, aber auch die bundesweite Handhabe der Beantragung von Assistenz über die Jugendämter sowie Rechtliche Grundlagen und häufig gestellte Fragen.
Das Dokument kann hier (pdf ) heruntergeladen werden oder auch als Broschüre bestellt werden per e-mail bei: LFassistenz@elternzentrumberlin.de
Neues Rechtsgutachten zur inklusiven Bildung
Prof. Eibe Riedel hat im Auftrag von Gemeinsam leben gemeinsam lernen NRW, unserem Schwesterverband, ein Rechtsgutachten erarbeitet, das Eltern juristische Hilfe an die Hand gibt, wenn sie ihren Kindern mit Behinderung den Zugang zur allgemeinen Schule sichern wollen.
Ein Interview mit Prof. Riedel können Sie hier lesen: http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,674128,00.html
Informationen zum Gutachten finden Sie auf der Website der LAG NRW:http://www.gemeinsam-leben-nrw.de/
Das neue Hamburgische Schulgesetz
Hier können Sie das neue Hamburgische Schulgesetz einsehen. § 12 bezieht sich auf die Integration von Kindern mit Behinderung:
www.hamburg.de/contentblob/1995414/data/schulgesetzdownload.pdf
Dieter Basener: Hamburger Arbeitsassistenz - das Original der Unterstützten Beschäftigung
Hamburg 2009, 196 Seiten, Preis: € 19,80 ISBN 978-3-9812235-3-8
Im Jahre 1993 übernahm die Hamburger Arbeitsassistenz aus den USA das Konzept des Supported Employment und passte es so grundlegend an die deutschen Verhältnisse an, dass daraus etwas Neues und Eigenständiges wurde: Die Unterstützte Beschäftigung.
In 17 Jahren verhalf der Dienst in Hamburg vielen Menschen mit geistiger Behinderung zu einer Tätigkeit in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes! Über 700 Personen fanden Arbeit in Supermärkten, Altenheimen, Tankstellen und in vielen anderen Arbeitsfeldern. Sie haben einen Arbeitsvertrag erhalten und verdienen einen tariflichen oder ortsüblichen Lohn. Auch wenn ca. 100 von ihnen inzwischen nicht mehr auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig sind: Dies ist die Größenordnung einer kompletten Werkstatt für behinderte Menschen.
Der bundesweit einmalige Erfolg ermutigte den Gesetzgeber zu einer Maßnahme, die mit dem Instrumentarium der Unterstützten Beschäftigung die Aufnahme in die WfbM vermeiden und den Zugang zum Arbeitsmarkt ebnen soll. Das Konzept der Hamburger Arbeitsassistenz wurde namensgebend für ein neues flächendeckendes Angebot.
Die vorgestellte Veröffentlichung ist konzipert als gut lesbares Fachbuch. Sie schildert in kurzen Kapiteln das Vorgehen und die Instrumente, ist aber auch ein Lesebuch mit Interviews und Reportagen, ergänzt durch Fotos aus dem Arbeitsalltag.
Im Laufe der Jahre hat die Hamburger Arbeitsassistenz in der Vermittlung behinderter Menschen ein Expertentum und eine Professionalität herausgebildet, die in Deutschland nirgendwo anders anzutreffen sind. Die Erfahrungen sind reflektiert, ausgewertet und so aufbereitet, dass auch andere Dienste sie nutzen können.
Die Lektüre macht den immensen Erfolg des Dienstes verständlich. Und sie offenbart: Die Erfolgsfaktoren sind auf alle Regionen der Bundesrepublik übertragbar. Ein Mutmachbuch und eine Pflichtlektüre für jeden, der sich mit beruflicher Teilhabe beschäftigt.
Zu beziehen ist das Buch über bei 53° Nord GmbH, Behringsstraße 16a, 22765 Hamburg, Tel. 040/ 414 37 59 88, Mail: info@53grad-nord.com oder über die Website www@53grad-nord.com
Was bedeutet die UN-Behindertenrechtskonvention für Deutschland?
Aus der BRK folgt, dass in Deutschland ein Umdenken vonnöten ist:
Insbesondere Art. 24 (Bildung), der ein inklusives Bildungssystem fordert, macht dies deutlich: Daraus geht hervor, dass nicht die Kinder mit Behinderungen sich an das bestehende Schulsystem anpassen müssen, sondern dass vielmehr Strukturen geschaffen werden müssen, in denen diese Kinder gleichberechtigt und ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend ihren Platz finden können.
Mehr dazu:
Theresia Degener: Welche legislativen Herausforderungen bestehen in Bezug auf die nationale Implementierung der UN-Behindertenrechtskonvention in Bund und Ländern? In: Behindertenrecht Jg. 2009, Heft 2.
R. Poscher; J. Rux, T. Langer: Von der Integration zur Inklusion: Das Recht auf Bildung aus der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und seine innerstaatliche Umsetzung. Baden-Baden: Nomos, 2008.
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Jugendliche mit Behinderung sprechen über ihre Vorstellungen zur inklusiven Bildung
Die Mitgliedsländer der Europäischen Agentur für Entwicklungen in der sonderpädagogischen Förderung (bekannt als "European Agency") haben 2007 ein europäisches Hearing von Jugendlichen mit Behinderungen bzw. mit sonderpädagogischem Förderbedarf veranstaltet. Dabei standen die Erfahrungen der Jugendlichen mit inklusiver Bildung, ihre Ideen und Vorschläge im Mittelpunkt.
Der Bericht hierzu ("Junge Stimmen: Umgang mit Diversität in der Bildung") ist nunmehr in 21 Sprachen erschienen. Auf Deutsch steht er hier zum Download bereit:
http://www.european-agency.org/site/info/publications/agency/ereports/docs/20docs/EPH-DE.pdf
Integration und Inklusion in der Schule
Wer mehr über eine inklusive Schule wissen möchte, dem empfehlen wir den online zu lesenden Artikel von Alfred Sander: Von der integrativen zur inklusiven Bildung:
http://bidok.uibk.ac.at/library/sander-inklusion.html
Aussonderung in Förderschulen
Der Integrationsforscher Prof. Hans Wocken hat die Einrichtung der Integrationsklassen in Hamburg wissenschaftlich begleitet. Er hat auch in mehreren Publikationen das Problem der Aussonderung in Förderschulen unter die Lupe genommen, z.B.:
Wocken, H.: Andere Länder, andere Schüler? Vergleichende Untersuchungen von Förderschülern in den Bundesländern Brandenburg, Hamburg und Niedersachen [Text]
Statistiken: Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Sonderschulen und in allgemeinen Schulen
Eine Studie der Kultusministerkonferenz für die Jahre 1998-2006 führt die Schülerzahlen auf: http://www.kmk.org/fileadmin/pdf/PresseUndAktuelles/Dok185.pdf
Gemeinsam leben - Zeitschrift für integrative Erziehung
"Gemeinsam leben" heißt die Zeitschrift der Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben gemeinsam lernen, die vierteljährlich im Juventa-Verlag erscheint.
Sie bringt wissenschaftliche Artikel ebenso wie Werkstattberichte, Buchbesprechungen zum Thema Integration/Inklusion und Nachrichten aus den Bundesländern.
Für unsere Mitglieder gibt es ermäßigte Jahresabonnements. Fordern Sie ein Probeexemplar an und werden Sie Abonnent, damit wir dieses wichtige Organ der Integrationsbewegung auch weiterhin herausgeben können!
Unter www.juventa.de unter der Rubrik: Zeitschriften - Gemeinsam leben findet man das jeweils aktuelle Inhaltsverzeichnis der Zeitschrift.
Sonderschule behindert Chancengleichheit
Lesen Sie dazu den folgenden Artikel von
Justin J. W. Powell und Lisa Pfahl:

